als ich noch nicht wußte, dass mein Leitungswasser einen hohen Kupfergehalt hat waren vor allem die hochgezüchteten Guppys und Otos die am meisten Leidtragenden.
Einen Ausfall bei den Schnecken (TDS, Posthorn) gab es nicht.
Es mag schon sein, das Schnecken ab einem bestimmten CU-Wert auch betroffen sind, doch wie auch schon von anderen geschrieben sind Otos sehr sensibel.
Deshalb lass es am besten Testen, ist meist kostenlos. Der CU-Test von JBL hat die bessere Skala in den unteren Werten.
Mein Kupferproblem hab ich durch einen Kohleblockfilter gelöst, der an den Wasserhahn angeschlossen wird. Von dort entnehme ich dann das Wasser für den WW 100% Kupferfrei . Und mir schmeckt es auch besser.
ich hatte CU-Wert um 1 - mich hat ein Fischtierarzt erst darauf gebracht,..
Die Otos wurden nach einiger Zeit immer apathischer und färbten sich hell, hingen nahe der Wasseroberfläche rum und starben also genau, wie es hier beschrieben war. Eine Freundin, die beim Kauf dabei war, hat auch Otos aus dem selben Händlerbecken gekauft. Sie hat diese immer noch.
hänge mich auch mal an diesen Thread an, da ich ähnliche Probleme habe.
Zum Werdegang:
22.01.05: Mit Null-Aquaristik-Ahnung 54l-Komplettset gekauft und Becken eingerichtet sowie Wasser eingefüllt. Gott sei Dank noch rechtzeitig im Internet den Hinweis auf den Nitreatpeak gefunden und dementsprechend trotz beiliegender Starterbakterien noch keine Fische eingesetzt.
31.01.05: Nitrikpeak mit NO2> 1mg/l eindeutig festgestellt.
05.02.05: Nitritwert auf 0,05 mg/l abgesunken und nach "fachmännischer" Beratung im Aquaristikgeschäft folgenden Erstbesatz ins Becken gesetzt:
3 Corydoras sterbai
2 Otocinclus (Art nicht eindeutig, wahrscheinlich hoppei)
12.02.05: Wasserwerte stabil, den Fischen scheint es gut zu gehen. Besatz um 6 Platys aufgestockt. Nachdem ich nun durch weiteres Informieren hier im Forum festgestellt habe, dass die GH für meine Fische zu hoch ist, habe ich beim 40%-Wasserwechsel (bevor die Platys kamen) das Wechselwasser zu 50% mit destilliertem Wasser verschnitten.
15.02.05: Die beiden Otos werden immer teilnahmsloser, einer der beiden hängt fast nur noch auf dem Filter, also knapp unter der Oberfläche.
16.02.05: Alle Tests des JBL-Testtests durchgeführt (außer Ammonium, überlagert). Werte siehe Profil. Nach weiteren Recherchen im Internet die Möglichkeit in Betracht gezogen, dass die Otos vielleicht sogar hungern könnten, da ja auch Platys an die Algen gehen. Ein überbrühtes Kohlrabiblatt und (wiederholt) eine Gurkenscheibe ins Becken gelegt. Ein Oto schwimmt etwas taumelig durchs Wasser und hat kaum mehr die Kraft, sich irgendwo festzusaugen.
17.02.05: Ein Oto liegt tot am Beckengrund, der andere ist an der Gurkenscheibe. Mittlerweile wieder auf dem Filter.
Noch ein paar Hinweise:
Die Augangs-GH war ca. 18°. Die Otos schwammen beim Händler in dem gleichen Leitungswasser wie bei mir. Das Umsetzen der Otos verlief so, dass ich den Beutel ca. eine halbe Stunde ins AQ gelegt hatte und etwas AQ-Wasser in die Tüte gebracht hatte. Habe dann aber keinen Kescher genommen sondern habe die Fische rausschwimmen lassen, um Stress zu vermeiden.
Es kann natürlich Zufall sein, aber nach meiner Beobachtung ging es mit den Otos seit letztem Samstag bergab, an diesem Tage wurde mit dem WW die GH gesenkt und die Platys sind eingezogen.
Noch was, mir ist klar, dass die jetzige Situation haltungsmäßig nicht ideal ist, wurde auch schon an anderer Stelle diskutiert. Nur soviel: Die Corys sollen raus und aufgestockt werden, sobald das neue 112l-Becken eingelaufen ist. Anschließend wollte ich die Otos auf 7-8 Tiere aufstocken. Dann auch mal schauen, ob ich den pH-Wert noch ein wenig drücken kann, was den Otos ja auch entgegen kommen würde.
Zur Zeit wäre ich allerdings erst mal froh, wenn ich den zweiten Oto durchbekomme.
Hat jemand eine Idee, was ich noch machen könnte?
Hi,
Es gibt mehre Thesen zum Stress für Otos. Diese werden auch mehr oder weniger alle in einem Zusammenhang stehen. Sicherlich das größte Kriterium ist die Gesamtkondition der Tiere. Die beinhaltet den Futterzustand und den physischen Zustand. Ebenso spielt der soziale Zusammenhalt in einer Gruppe eine Rolle, natürlich nur vorhanden bei einer Gruppe. Wichtig, das die Tiere so schnell wie möglich anfangen zu fressen. Sie sollten eine dichte Bepflanzung vorfinden, für Rückzugsmöglichkeiten und Nahrung (Aufwuchs auf den Pflanzen).
Biete deinem Tier verschiednes Futter an. Näheres dazu in den Zitaten und Links. Halte die Beleuchtung etwas gedämpft. Solltes du keiengenügende Bepflanzung haben, biete eben mehr Deko an, wie Kokusnußschalen, Tontöpfe (kleine) ect.
Zitat:
Einrichtungstipp:
Man sollte darauf achten, viel Holz bzw. Substrat im Becken zu haben und wichtig, eine gute Bepflanzung. Die Beleuchtung sollte etwas gedämpft gehalten werden, dies sollte auch ein Auswahlkriterium für Pflanzen sein. Ebenso wäre ein Torfsäckchen im Becken nicht schlecht, aber nicht Bedingung. In meinen Becken habe ich noch Eichen- und Buchenlaub.
Wasserwerte:
Der PH sollte so um 6,5 sein für die Otocinclen, wobei 6,8-7,0 machbar ist, aber nicht höher als 7,5. Die KH sollte 10 nicht überschreiten, gut wäre 3-5. Die GH maximal 15. Die optimaleTemperatur wären 24-26 °C
Abschließend möchte ich noch mal darauf hinweisen, das Otocinclen keine Anfängerfische und nicht zur Erstbesetzung eines Aquariums geeignet sind. Wer sich dazu entschließt, Otocinclen zu pflegen, sollte sich über Haltungsbedingungen und Eigenheiten vertraut machen und sie nicht als Beifische sehen.
Besonders dein letztes Zitat war mir leider zum Zeitpunkt des Kaufes nicht bekannt. Habe mich da schlichtweg vom Händler, von dem man ja eigentlich eine fundierte Beratung erwarten sollte, belatschern lassen. Mittlerweile habe ich festgestellt, dass man sich seine Infos besser woanders herholt und nur noch zum Händler geht, wenn man genau weiß was man will.
...eigentlich ein untragbarer Zustand, wenn man bedenkt, wie viele Leute sich ausschließlich auf die Aussagen der sogenannten Fachleute verlassen.
Tja, und nun habe ich nur noch den einen Oto. Alleine wird er sich erst recht nicht wohlfühlen, ich möchte aber zum jetzigen Zeitpunkt auch keine weiteren Exemplare dazukaufen weil ich der Meinung bin, dass mein Becken noch nicht gut genug eingefahren ist (NO2 gestern bei 0,08 mg/l) und ich letztendlich auch nicht den eigentlichen Grund für den Tod des einen Otos und das Verhalten des Anderen kenne.
Was hältst du von der These, dass sie evtl. zu wenig Futter gefunden haben, seitdem die Platys ins Becken kamen? Vorher waren sie eigentlich doch sehr agil und man hatte auch den Eindruck, dass sie sich über die Algen hermachten.
4. fehlen von Deckung und zu heller Beleuchtung, daraus resultierender Stress in neuer Umgebung
5. Einschüchterung durch die Platys (siehe deine These)
Den Grund für den Tod des Otos wird momentan nur spekulativ bleiben. Du kannst ja mal für 2-3 Tage das Licht gänzlich abschalten. Versuche weiterhin Nahrung anzubieten. Stecke des Gemüse in Nähe seines Lieblingsplatzes, so das es auch in Deckung liegt. Probiere mal Bodentabs, aber nur bei Licht aus. Sonst sind die Platys schneller.
1. die "natürliche" Nahrungsgrundlage im Becken, war nicht ausreichend
Das kann wie bereits geschrieben durchaus sein - vor allem seit dem Einzug der Platys.
Zitat:
2. schlechte Gesamtkondition (sicher für Ungeübte schwer zu erkennen)
In der Tat, für mich schwer zu erkennen. Für mich haben sie 8 Tage lang einen "guten" Eindruck gemacht.
Zitat:
3. Schädigung der Darmflora
Ein sehr interessanter Artikel, scheint durchaus Einiges dafür zu sprechen.
Zitat:
4. fehlen von Deckung und zu heller Beleuchtung, daraus resultierender Stress in neuer Umgebung
Ich habe einige schnell wachsende Pflanzen im Becken, im unteren Bereich aus meiner Sicht auch durchaus mit Möglichkeiten sich zurückzuziehen. Auf der Wasseroberfläche sind auch Pflanzen, die das Licht ein wenig abschotten. Im Übrigen Standard-54l mit einer 15W-Röhre, ist nicht allzu hell. Schien die Otos eine Woche lang auch nicht sehr interessiert zu haben.
Zitat:
5. Einschüchterung durch die Platys (siehe deine These)
Da spricht eine Menge dafür...
Zitat:
Den Grund für den Tod des Otos wird momentan nur spekulativ bleiben. Du kannst ja mal für 2-3 Tage das Licht gänzlich abschalten. Versuche weiterhin Nahrung anzubieten. Stecke des Gemüse in Nähe seines Lieblingsplatzes, so das es auch in Deckung liegt. Probiere mal Bodentabs, aber nur bei Licht aus. Sonst sind die Platys schneller.
Bodentabs kommen eh rein, da ja auch noch 3 Corys da sind. An die Tabs sind die Otos letzte Woche (ohne Platys) überhaupt nicht rangegangen.
Wie sieht es mit dem Nitritwert von 0,08 mg/l aus. Da sollen die Otos ja auch recht empfindlich sein. Könnte mir durchaus vorstellen, dass der Wert durch die Platys soweit angestiegen ist, dass die Otos schon ein Problem bekommen - oder ist das bei diesem Wert eher unwahrscheinlich?
Auf Grund deiner Homepage komme ich zu dem Schluss, dass du dich sehr für Otos interessierst. Ich finde sie auch sehr faszinierend, was begeistert dich an ihnen?
Wie sieht es mit dem Nitritwert von 0,08 mg/l aus. Da sollen die Otos ja auch recht empfindlich sein. Könnte mir durchaus vorstellen, dass der Wert durch die Platys soweit angestiegen ist, dass die Otos schon ein Problem bekommen - oder ist das bei diesem Wert eher unwahrscheinlich?
Ich weis das darüber schon viel diskutiert wurde. Selber habe ich diesbezüglich keine Erfahrungen gemacht. Sollte dein PH nicht jenseits von 6,5 sein, sehe ich da kein Problem. Natürlich solltest du den im Auge behalten, damit du bei Bedarf handeln kannst. Handeln (Wasserwechsel) solltest du, wenn NO2 => 0,3 und dabei der PH über 6,5 sein sollte. Bei einem PH unter 6,5 wäre der kritische Wert von N02 bei 0,2 mg/l.
Zitat:
Auf Grund deiner Homepage komme ich zu dem Schluss, dass du dich sehr für Otos interessierst. Ich finde sie auch sehr faszinierend, was begeistert dich an ihnen?
1. viele haben sie, keiner weis wirklich bescheid. Das fängt schon mit der Artbestimmung an
2. es kursieren viele Falschinformationen im I-Net rum, was mich damals sehr gewurmt hat und für die Tiere unter Umständen tödlich sein kann. Das "schönste" Märchen: "gut geeignet für Erstbesatz und Anfänger"
3. finde ich die Kleinen als eine gute alternative für kleinere Becken, vorrausgesetzt man weis was man macht
4. habe was dagegen, sie nur als "Algenfresser" verkauft zu bekommen
5. eine dauerhafte Zucht wäre mal was Neues in der Aquaristik
6. das wichtigste SIE SIND EINFACH SCHNUCKLIG
Es ist mir ein Bedürfnis, viele dieser Informationen richtig zu stellen und ihnen den Stellenwert zu kommen zu lassen, wie es sich gehört.
einleuchtende und interessante Begründungen für dein Interesse an den Otos, finde ich persönlich sehr gut!
Mittlerweile erahne ich auch so langsam, mit was für faszinierenden Fischen man es zu tun hat und was es da noch alles zu klären und zu erforschen gibt. Desto mehr schmerzt der Verlust des einen Otos und so wie es derzeit aussieht wird es wohl auch den zweiten erwischen. Habe gestern noch mal den Tip mit dem Gemüse und Bodentab in die Nähe bringen versucht, aber es ist keine Erholung festzustellen. Er sucht ziemlich eindeutig die Nähe der Oberfläche, was in der ersten Woche überhaupt nicht zu beobachten wahr.
Den Gesamtzustand betreffend kann ich im Nachhinein nur sagen, dass ich mich an keine "Erbse", also ein Bäuchlein erinnern kann unmittelbar nach dem Kauf. Das ließe ja den Schluss zu, dass sie schon unterernährt waren. Das Einzige, was ich nicht verstehe, ist der Umstand, dass sie einige Tage lang eindeutig Algen gefressen haben, das konnte man nun wirklich auch sehen. Demnach hätten sie sich doch eigentlich erholen müssen?
Deinem Profil entnehme ich, dass du deine Otos ebenfalls mit anderen Fischen vergesellschaftet hast aber auch noch ein Artenbecken planst. Meinst du, es ist grundsätzlich stressiger für die Otos in einem Gesellschaftsbecken oder könnte lediglich die Anwesenheit der Platys in meinem Fall nachteilig gewesen sein?
Vorerst werde ich mal ein wenig mehr grundsätzliche Aquaristikerfahrung sammeln. Ich gehe aber davon aus, dass ich mich mit Sicherheit nochmals mit Otos beschäftigen werde, evtl. auch in einem Artenbecken. Ich glaube, diese Art lässt mich so schnell nicht mehr los.
Meinst du, es ist grundsätzlich stressiger für die Otos in einem Gesellschaftsbecken oder könnte lediglich die Anwesenheit der Platys in meinem Fall nachteilig gewesen sein?
Das glaube ich nicht. Otos sollten mit ruhigeren Fischen als mit Platys vergesellschaftet werden, da sie sonst gestresst sind. Notfalls eben Rückzugsmöglichkeiten schaffen. Ebenso sollte die Gruppe mindestens 6, wenn möglich noch mehr, betragen. Ich halte hier eine Kommunikation innerhalb der Gruppe für wichtig. Bei fehlen dieser werden sie eben noch zusätzlich gestresst. Diese Theorie kann ich aber nicht belegen und ist deshalb spekulativ.
Fazit:
Bei entsprechender Gruppenstärke dürfte es keine Probleme geben, solange der andere Besatz nicht Unruhe hineinbringt.
Zitat:
Demnach hätten sie sich doch eigentlich erholen müssen?
Das ist jetzt die Frage. Laut der Futtermangelhypothese kann es sein, dass durch eine zu lange ausgesetzet Fressperiode die Darmflora nicht mehr reaktivierbar ist.